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Wallfahrt der Steyler Freundes- und Partnerkreise und Missionarischen Heilig-Geist-Gemeinschaft nach Oies zum Geburtsort des Heiligen Josef Freinademetz 07. Juni bis 13. Juni 2015 Auf Initiative der Missionarischen Heilig-Geist-Gemeinschaft (MHGG) sind 21 Freunde der Steyler Freundes- und Partnerkeise/MHGG am 07.06.2015 zu einer Wallfahrt zum Geburtsort des heiligen Josef Freinademetz von Steyl nach Oies in Südtirol aufgebrochen. Organisiert und vorbereitet wurde diese Wallfahrt durch Hans Maas und Schwester Radegundis SSpS, die auch vor Ort die Organisation und spirituelle Begleitung wahrnahmen. Nachdem die letzten Mitfahrer in St. Augustin zugestiegen waren und nach fast 1000 km und über 15 Stunden Fahrt mit dem Bus wurde das Ziel der Reise in Terenten in der Nähe von Brixen zu später nächtlicher Stunde erreicht. Die Wirtsleute des Hotels Waldrast sorgten noch zu dieser späten Stunde mit einem “Mitternachtsmenü” für die Erholung der Pilger von dieser anstrengenden Fahrt. Müde aber zufrieden angekommen zu sein, fiel man ins Bett. Auf den Spuren des Heiligen führte uns der Weg am 08.06.2015 in die alte Bischofsstadt Brixen, in der Josef Freinademetz seine Ausbildung erfuhr und zum Priester geweiht wurde. In der Freinademetzkirche in Brixen-Milland berichtete der Küster Paul Mussner über die Entstehung der Gemeinde, der Kirche und die Verehrung des Heiligen. Er ist auch der Schnitzer der überlebensgroßen Figur des hl. Josef Freina- demetz in der Kirche. Der lichtdurchflutete Kirchenraum strahlt Ruhe aus, und Josef Freinadmetz ist all- gegenwärtig. Als leibhaftiger Chinese im Mandarin-Rock steht er vor uns. In einer Ausstellung unterhalb der Kirche wird das Leben des Heiligen dargestellt und gewürdigt. Nach einem Mittagessen im Millanderhof lernten wir auf einer Führung die alte Bischofsstadt Brixen mit seiner Geschichte, der Altstadt, dem Brixener Dom und der Hofburg kennen. Der Besuch des nahegele- genen Augustiner-Chorherrenstiftes Neustift mit Führung durch Stift und Kirche war ein beeindrucken- des Erlebnis. Die Schönheit der Südtiroler Berge konnte am 09.06.2015 mit einem Ausflug auf die Seiser Alm genos- sen werden. Ein Blick aus der Umlaufbahn, die Fahrt mit der Pferdekutsche und eine Wanderung auf der Alm mit dem einzigartigen Bergpanorama waren ein unvergessenes Erlebnis. Ziel und Höhepunkt der Wallfahrt war am 10.06.2015 der Besuch des Geburtshauses der heiligen Josef Freinademetz in Oies/Südtirol. Nach dem Besuch der Kirche in St. Leonhard und dem Grab der Familie Feinademetz pilgerten wir den Kreuzweg betend hinauf nach Oies. Dort empfing uns P. Irsara SVD, der die Pilger vor Ort betreut. Er berichtete uns über den jungen Freinademetz, der im Gadertal aufwuchs, über seine Ausbildung zum Priester im Seminar von Brixen und seine Arbeit als Kaplan in St. Martin im Gadertal. Er schilderte seinen weiteren Lebensweg, der ihn 1878 über das neu gegründete Missions- haus des heiligen Arnold Janssen in Steyl bereits 1879 als Missionar für immer nach China führte, wo er zum “Chinesen” wurde. Er hat Oies nie wieder gesehen. Am 03. Oktober 2005 wurde er durch Papst Johannes Paul II zusammen mit Arnold Janssen in Rom heiliggesprochen. P. Irsara erklärte uns die Kirche und auch die Bedeutung der beiden Statuen: Mutter Gottes und Josef Freinademetz, beide aus Kastanienholz geschnitzt.. Die Konstruktion der Kirche in Oies ist schlicht, mit viel Holz und der Bauweise des Tales angepasst. Sie fügt sich gut in die Landschaft ein und zeigt auch Einflüsse der chinesischen Architektur, um so eine Brücke zu schlagen zu dem Land, in dem Josef Frei- nademetz über die Hälfte seines Lebens gelebt und als Missionar gewirkt hat und dem er sich so tief verbunden fühlte. Die roten Säulen am Eingang zur Kirche und auch das »geknickte Dach« weisen u.a. auf China hin. Nach einem feierlichen Gottesdienst mit P. Irsara und einem Imbiss blieb ausreichend Zeit das Geburts- haus zu besichtigen und die wunderschöne Umgebung zu genießen. Den Tag beendeten wir mit einem Besuch von Bruneck. Nach einem Besinnungstag mit einem Wortgottesdienst in Terenten beendeten wir bei strahlendem Son- nenschein am 12.06.2015 unsere Wallfahrt mit einem Besuch der Kirche von Lana bei Meran mit dem bekannten Schnatterpeckaltar. Die Pfarrkirche von Niederlana zählt zu den schönsten Werken der Süd- tiroler Spätgotik. Ihr prächtiger Flügelaltar von Hans Schnatterpeck ist weit über die Landesgrenzen hin- aus bekannt. Mit über 14 m Höhe und 7 m Breite gilt der aus Kastanienholz geschnitzte und aufwändig vergoldete Schnatterpeckaltar in Lana als der größte Flügelaltar des gesamten Alpenraumes. Das Altar- werk wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts vom schwäbischen Bildhauer Hans Schnatterpeck und sei- nen Gesellen in achtjähriger Arbeit geschaffen. Er gilt als Schüler von Tilman Riemenschneider. Seine 35 Figuren sind bis zu 1.80 m groß und teilweise nur lose aufgestellt. Der Altar stellt eine figürliche Be- schreibung der Bibel dar. Bezahlt wurde der Altar von der damaligen Lananer Bevölkerung (ca. 800 Ein- wohner) mit 1600 rheinischen Gulden, was etwa dem Wert von drei Bauernhöfen und acht Fuhren Wein entsprach. Meran war bei herrlichem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen unsere letzte Station bevor wir am 13.06.2015 unsere Rückreise antraten. Die Fahrt über viele Stunden mit einem gemeinsamen Ziel, die gemeinsamen Gebete und Gottesdienste haben die Teilnehmer zu einer Gemeinschaft in der Nachfolge von Arnold Janssen und seinem Mis- sionswerk werden lassen.